Weil am Rhein: Natur, Kultur und Rheinhafen
Weil am Rhein liegt im Dreiländereck zwischen Deutschland, Frankreich und der Schweiz. Stadtbild, Designmuseum, Alt-Weil und die Ortsteile Märkt, Ötlingen, Friedlingen und Haltingen zeigen unterschiedliche Seiten der Stadt. Für einen Besuch verbinden sich hier Stadtgeschichte, Landschaft und Kulturangebote.
Ein typischer Markgräfler Kirchturm – quadratischer Grundriss, glatte Wände und ziegelgedecktes Satteldach – steht vor der Kulisse dreier stattlicher Hochhäuser. Ein futuristisch gestaltetes Museum, halb Kristall, halb Schneckenhaus, leuchtet weiß aus grünen, von alten Obstbäumen bestandenen Wiesen. Von der belebten, von Banken und Ladengeschäften gesäumten Hauptstraße gelangt man in die Siedlung der Gartenstadt. Weil ist eine Stadt des bunten Mit- und Nebeneinanders: Design-Museum und ehemalige Eisenbahnersiedlung stehen neben bäuerlichen Ursprüngen und den alten Fachwerkhäusern von Alt-Weil.
Die Lage im Südwesten Deutschlands macht Weil am Rhein zu einem Tor nach Europa. Die Nachbarschaft zur alten Bischofsstadt Basel und zur französischen Grenze prägt die Stadt. Auch ihre Teilorte haben eigene Gesichter: Märkt liegt im Rheinvorland; das Weindorf Ötlingen schmiegt sich an einen vom Hügelland vorspringenden Sporn. In Friedlingen lebten einst Arbeiter der Textilfabriken und Färbereien, in Haltingen Eisenbahner des großen Rangierbahnhofs an der Grenze. Hotels in Weil am Rhein lassen sich online finden und buchen.
Dreiländergarten und TRUZ: Natur entdecken
Am Südrand der Stadt erstreckt sich der Dreiländergarten über mehr als 30 Hektar. Der grenzüberschreitende Landschaftspark verbindet die Basler Langen Erlen und den Landschaftspark Wiese mit der Weiler Gartenstadt. Er dient als Kunstpark und Festivalgelände, als Veranstaltungsort für Märkte und Messen sowie als Laufstrecke und Treffpunkt im Grünen.
Im und am Park bietet das Trinationale Umweltzentrum (TRUZ) Natur- und Umweltbildung. Rund um das historische Sundgauhaus mit Ziegengehege und im Dreiländergarten finden viele der Kinder- und Familienkurse statt. Das TRUZ bietet pro Semester etwa 15 verschiedene Kurse für Kinder und Erwachsene an. Insgesamt umfasst sein standortübergreifendes Angebot in Weil am Rhein und Rheinfelden mehr als 50 Kurse. So lassen sich Parkspaziergang und ein thematischer Naturkurs miteinander verbinden.
Bei den Trigorn-Tagen 2009 verbanden sich im Dreiländergarten traditionelle Musik und Tanz mit Naturwerkstätten für Kinder.
Kesselhaus: Kultur in der ehemaligen Seidenstoffweberei
Das Kulturzentrum Kesselhaus befindet sich in den denkmalgeschützten Hallen der ehemaligen Seidenstoffweberei Schwarzenbach. Im Gebäude gibt es Künstlerateliers, einen Theater- und Konzertsaal, Töpfer- und Bildhauerstudio, ein Kulturcafé, Proberäume für Rockgruppen und ein Museum zur Weiler Textilgeschichte. Das Programm des Kulturzentrums umfasst unter anderem Konzerte, Theater, Festivals, Kurse und Märkte; Kunst, Kleinkunst, Tanz und Kunsthandwerk gehören ebenfalls zu den kulturellen Bereichen des Hauses. Damit treffen Industriegeschichte und heutiges Kulturleben an einem Ort aufeinander.
Containerhafen: Einblick in den Rheinhafen
Im Stadtführungsprogramm 2026 war auch der Containerhafen als Besichtigungsziel aufgeführt. Eine VHS-Führung am 30. Mai 2026 führte zum 1990 errichteten Weiler Container-Center, das von Contargo betrieben wird. Treffpunkt war damals der Contargo-Parkplatz, Alte Straße 111. Das Beispiel zeigt, wie sich ein geführter Stadtrundgang um Hafen- und Unternehmensgeschichte ergänzen lässt. Die VHS veröffentlicht Stadtführungen mit Terminen, Treffpunkten und Anmeldung in ihrem Programm der Stadtführungen; für Auskünfte ist sie unter 07621 / 704-413 erreichbar.
Natur, Kultur und Stadtgeschichte verbinden
Für einen abwechslungsreichen Besuch bietet sich eine Kombination aus Zeit im Dreiländergarten, einem Naturbildungsangebot des TRUZ und einem Kulturtermin im Kesselhaus an. Eine Stadtführung kann den Blick anschließend auf den Containerhafen und die Industriegeschichte der Stadt lenken. Aktuelle Kurs- und Führungstermine stehen bei den jeweiligen Veranstaltern.