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Bernau im Südschwarzwald

Bernau im Südschwarzwald liegt als lang gezogenes Hochtal am Fuß des Herzogenhorns. Zwischen den Ortsteilen führen Wege durch Wiesen, Wälder und zu den Höhen des Naturparks Südschwarzwald. Kunst, regionale Handwerkstradition und winterliche Unternehmungen lassen sich mit einem Aufenthalt im Tal verbinden.

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Hans Thoma und Karl Hauptmann im Kunstmuseum

Im Hans-Thoma-Kunstmuseum in Innerlehen begegnen Besucher zwei Malern mit engem Bezug zur Region. Hans Thoma (1839–1924), in Bernau geboren, ist mit einer Dauerausstellung vertreten. Eine weitere Dauerausstellung widmet sich dem Schwarzwälder Landschaftsmaler Karl Hauptmann (1880–1947), dessen Winterbilder die Landschaft des Hochschwarzwalds zeigen. Die Sammlung umfasst außerdem Werke der Hans-Thoma-Preisträgerinnen und -Preisträger aus Baden-Württemberg. Das Museum besitzt rund 2.000 Exponate.

Das Museum befindet sich in der Rathausstraße 18 im Ortsteil Innerlehen. Ein Aufzug ermöglicht den barrierefreien Zugang. Die regulären Öffnungszeiten sind Mittwoch bis Freitag 10:30–12 Uhr und 14–17 Uhr sowie Samstag, Sonntag und an Feiertagen 11:30–17 Uhr; Montag und Dienstag ist geschlossen. Vom 16. November bis 17. Dezember gilt die Herbstpause. Am 24., 25. und 31. Dezember bleibt das Museum geschlossen. Vom 26. Dezember bis 6. Januar öffnet das Museum zusätzlich montags und dienstags: An Werktagen gelten 10:30–12 Uhr und 14–17 Uhr, am Wochenende und an Feiertagen 11:30–17 Uhr; Silvester bleibt geschlossen. Hans Thomas Geburtshaus steht in Oberlehen; in der Kirche von Innerlehen ist ein von ihm gestalteter Seitenaltar mit einer Darstellung des Heimattals zu sehen. Einige seiner Majolika-Arbeiten und Möbelentwürfe werden im Rathaus gezeigt. Öffnungszeiten, Eintritt und Führungen im Hans-Thoma-Kunstmuseum.

Schnefler-Handwerk und der Resenhof

Der Resenhof im Ortsteil Oberlehen zeigt einen über 200 Jahre alten Eindachhof aus dem Jahr 1789 mit Einblicken in den bäuerlichen Alltag und das Holzhandwerk. Das Eintrittsticket gilt auch für das Forum erlebnis:holz. Für den Eintritt ist Barzahlung erforderlich. Die Öffnungszeiten richten sich nach der Saison: Vom 15. Mai bis 16. November ist der Resenhof Mittwoch bis Sonntag von 14 bis 17 Uhr geöffnet; vom 1. März bis 14. Mai am Mittwoch und Sonntag, vom 7. Januar bis 1. März nur sonntags. Vom 17. November bis 25. Dezember ist geschlossen. Vom 26. Dezember bis 6. Januar ist täglich von 14 bis 17 Uhr geöffnet, außer an Silvester. An Feiertagen außerhalb der Schließzeit ist von 14 bis 17 Uhr geöffnet.

Die historischen Schwarzwaldhöfe im Tal sind eng mit dem Holzhandwerk verbunden. Schnefler fertigten aus ausgewähltem Tannenholz Schindeln sowie Gebrauchsgegenstände wie Butterfässer, Eimer, Teller und Löffel. Die Waldordnung von 1683 begrenzte die Holznutzung im Bernauer Tal auf einen Stamm pro Schnefler und Jahr. Die Geschichte dieses Handwerks ist im Schnefler-Museum im Resenhof dokumentiert. Damit ergänzen sich ein Besuch im Kunstmuseum und ein Blick auf die Arbeits- und Alltagskultur der Region.

Holzschneflertage und Museumsprogramm

Die Holzschneflertage am Resenhof zeigen traditionelle Holzverarbeitung und finden am dritten Augustwochenende statt. 2026 wurden sie am 15. und 16. August gemeinsam mit dem benachbarten Forum erlebnis:holz und einem Naturpark-Markt veranstaltet. Die Bernauer Museen bieten außerdem Workshops, Themenführungen und Aktionstage für verschiedene Generationen an.

Guggenmusik und Buurefasnet in Bernau

Die Gugge-Dubel gestalten die Fastnachtszeit mit eigenen Veranstaltungen: Am Fastnachtsdienstag gehört eine Hexenverbrennung zum Brauch der Gruppe; am Freitag nach Aschermittwoch veranstaltet sie die Buurefasnet im Kurhaus Bernau. Die Hexenverbrennung ist laut Veranstalter auch für Familien mit Kindern sehenswert.

Winterwandern und Rodeln an der Krunkelbachhütte

Wer im Ortsteil Innerlehen Ski fahren möchte, findet die Skigebiete Spitzenberg und Köpfle; in Bernau liegt außerdem das Skigebiet Hofeck. Gäste mit Bernauer Gästekarte erhalten an den Liften eine ermäßigte Tageskarte. Sie gilt auch am An- oder Abreisetag, wenn der Aufenthalt mindestens zwei Übernachtungen umfasst.

Bei passender Schneelage bietet sich die Auffahrt mit dem Pistenbully der Krunkelbachhütte auf 1.294 Meter Höhe an. Von dort starten Winterwanderungen und Schneeschuhtouren; auch die Rückfahrt mit dem Schlitten zum Ortsteil Hof ist möglich. Die präparierte Rodelstrecke ist 3,5 Kilometer lang. Schlitten können gegen Gebühr am Startpunkt und im Berggasthaus ausgeliehen werden.

Ob der Pistenbully fährt, hängt von Betrieb und Schneeverhältnissen ab. Wer zu Fuß hinaufgeht, wählt Weg und Ausrüstung passend zu den Winterverhältnissen. Einkehr- und Übernachtungsmöglichkeiten auf der Hütte richten sich nach Saison und Angebot.

Scheibenschlagen in der Fastnachtswoche

Beim Bernauer Scheibenschlagen glühen am Abend Holzscheiben in den Feuern an den Hängen. Die Scheiben werden über einen Holzbock ins Tal geschlagen; dabei rufen die Teilnehmenden traditionelle Reime und widmen die Scheibe einer Person. Das alemannische Winterbrauchtum ist in Bernau an mehreren Hängen des Hochtals erlebbar.

Während der Fastnachtswoche treffen sich die Bernauer ab etwa 18 Uhr in den Abendstunden an den Scheibenfeuern der Ortsteile Dorf, Gass, Hof, Innerlehen, Kaiserhaus, Oberlehen und Riggenbach. Am Aschermittwoch pausiert das Feuern. Warme, wetterfeste Kleidung eignet sich für den Abend an den Scheibenfeuern.

Bernau zu Fuß entdecken

Das Hochtal mit seinen Ortsteilen und Höhenwegen bietet zu jeder Jahreszeit Möglichkeiten für Spaziergänge und Wanderungen. Im Winter ergänzen Schneeschuhtouren und – bei geeigneter Schneelage – die Rodelstrecke das Angebot. Wer länger bleibt, kann Kunst, Handwerk und Landschaft auf mehrere Besuche verteilen und die Wege zwischen den Ortsteilen erkunden.

Das Hans-Thoma-Kunstmuseum liegt in der Rathausstraße 18, 79872 Bernau im Schwarzwald. Die Tourist-Information befindet sich ebenfalls in Innerlehen. Für Übernachtungen und Ferienwohnungen in Bernau stehen die örtlichen Gastgeber zur Auswahl.